Allgemeine Informationen zum Begriff Kautschuk

Die Bezeichnung Kautschuk wird heute häufig als Oberbegriff für Naturkautschuk und Synthesekautschuk verwendet. Beide Materialien sollten jedoch aufgrund ihre unterschiedlichen Grundstoffe voneinander unterschieden werden. Die Gewinnung von Naturkautschuk ist die älteste bekannte Methode der Nutzung von Latex. Nach dem Einritzen der Rinde des Kautschukbaumes tritt ein Milchsaft (Latex) aus, der gesammelt und weiterverarbeitet wird. Der Begriff Latex, der umgangssprachlich auch für Gummi bzw. Kautschukprodukte steht, bezeichnet im engeren Sinn also nur den Milchsaft, der aus manchen Pflanzen austritt. Im Falle des Kautschukbaums ist dessen Latex die Grundlage für die weitere Verarbeitung zu Kautschuk.

Der Kautschukbaum stammt ursprünglich aus dem brasilianischen Amazonasbecken, wo er von der indigenen Bevölkerung als Nutzpflanze entdeckt wurde. Durch die Entwicklung des Herstellungsverfahrens für Gummi durch Vulkanisation von Kautschuk in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand der erste Kautschukboom in Brasilien. Im Rahmen des britischen Kolonialismus wurde der Kautschukbaum darauf nach Südostasien gebracht und konnte dort erstmals in großen Plantagen angebaut und genutzt werden. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Produktion von Kautschuk in Südostasien stark an und verdrängte schließlich brasilianischen Kautschuk weitgehend vom Weltmarkt. Die größten Produktionsländer für Kautschuk sind heute Malaysia, Thailand, Indonesien, Indien und China.

Synthesekautschuk

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden Versuche unternommen, synthetische Kautschuke ohne die Grundlage von Latex zu entwickeln. Während der Weltkriege erlebten Europa und die USA zudem starke Versorgungsengpässe mit Naturkautschuk. Der Druck, eine synthetische Alternative zu natürlichem Kautschuk zu entwickeln und damit unabhängig von der Lieferung aus Übersee zu werden, führte zu zahlreichen Versuchen, synthetischen Kautschuk in relevanten Mengen zu produzieren. Während des 1. Weltkrieges wurden so im Bayer-Werk in Leverkusen bereits 2500 Tonnen synthetischen Kautschuks produziert. Ein weiterer Produktionsschub fand während des 2. Weltkrieges insbesondere in den USA statt.

In den folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche neue synthetische Kautschuke für spezielle Anwendungsbereiche entwickelt. Synthetischer Kautschuk wird heute vor allem durch Polymerisation gewonnen. Obgleich die Produktion von natürlichem Kautschuk nach wie vor ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor ist, hat Synthesekautschuk mittlerweile den größten Anteil und deckt ca. 60% des weltweiten Kautschukbedarfs ab. Synthetischer Kautschuk kann mit Naturkautschuk zu Gummi vermischt werden. Kautschuk wird in natürlicher oder synthetischer Form in zahlreichen Branchen genutzt und verarbeitet. Neben der Produktion von Autoreifen werden Gummi-Verbindungen für Dichtungen und Kleinteile aus Gummi verwendet. Aber auch Möbel, Kleidung, Haushaltsgegenstände sowie Labor- und Technikbedarf werden auf der Basis von Kautschuk hergestellt.


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